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5% Nichtwohnnutzung

Bedingt durch das enorme Wachstum der Städte nimmt der Wohnungsbau eine immer zentralere Rolle in der Stadtentwicklung ein. Zunehmend größere Siedlungen entstehen für immer mehr Menschen und dehnen sich ohne gewachsene urbane Infrastruktur ins Umland aus, und das mit erschreckender Geschwindigkeit. Das Prinzip der völligen Funktionstrennung wie in der Moderne wird heute im Zusammenhang mit  städtebaulichen Projekten aufgrund der Verkehrsbelastung, der Flächenökonomie und aus ökologischen Gründen durchaus kritisch gesehen und hinterfragt. Auch sollte man die negativen sozialen Auswirkungen reiner Wohngebiete nicht unterschätzen. In vielen neuen Projekten werden daher in den Wettbewerbsausschreibungen oder Bebauungsregulativen die Wohnfunktion ergänzende Nutzungen vorgeschrieben. Oftmals sind diese Forderungen mit mindestens 5% Nichtwohnnutzung quantifiziert.

Das Projekt beschäftigt sich mit solchen integrierten Nichtwohnnutzungen zur Belebung von Quartieren in größeren, archetypischen Wohnsiedlungen in allen Grazer Stadtbezirken und ihren Auswirkungen für eine funktionierende Nachbarschaft. Im Rahmen von Touren mit Besuchergruppen wird aktionistisch in die (Privat)Sphären archetypischer Siedlungen eingedrungen, um diese nach psychogeografischen Methoden zu erkunden.

Ziel des Projekts ist die intensive und direkte Auseinandersetzung mit den realen Ausformungen von festgesetzten Richtwerten für Nutzungsmischung.

Als Ergebnis wird eine Projektdokumentation vorgelegt, in der die subjektiven Beobachtungen aus allen besuchten Siedlungen nachvollziehbaren, öffentlich zugänglichen Fakten gegenübergestellt werden. Diese Dokumentation dient als Vorstudie für ein vertiefendes Projekt zur Thematik und endet mit einer Liste von Themenvorschlägen zur weiteren Untersuchung.

Ein Projekt in Rahmen des Architektursommers Graz 2018.
Unterstützt durch aktive und mediale Beteiligung von:

www.urbs-r-us.org, www.facebook.com/urbsrus/, www.instagram.com/urbsrus/

Danke für die Unterstützung:
                                         

 

 

Urbs’R’Us – Wir sind die Stadt

Seit November 2017 besteht der gemeinnützige Verein Urbs’R’Us – Wir sind die Stadt.
Seit dem Frühsommer 2018 fällt er durch unkonventionelle Aktionen und Interventionen im öffentlichen Raum auf.

Hintergrund:
Die Stadt ist in erster Linie ein Gemeinwesen und ein Gemeinschaftsprojekt. Der öffentliche Raum gehört allen und darf von allen frei genutzt werden, solange niemand dabei beeinträchtigt wird. Durch zunehmende Kommerzialisierung und Eventisierung unserer Straßen und Plätze gerät diese Selbstverständlichkeit in Vergessenheit. Genau hier hakt Urbs’R’Us ein. Urbs’R’Us probieren aus und zeigen auf, was man im öffentlichen Raum, alles tun kann, zum Teil an ungewöhnlichen, vernachlässigten und vergessenen Orten. Die Aktionen sind meist als harmlose, aber effektvolle „Streiche“ konzipiert, um auf humorvolle Weise zum Nachdenken darüber anzuregen, für wen und wofür öffentlicher Raum eigentlich zur Verfügung steht und zur bewussteren Inanspruchnahme zu animieren. Und alle dürfen mitmachen!
Die Erkenntnisse aus den ersten Aktionen:
Man sollte das viel öfter machen!

Hier kann man sich auf dem laufenden halten und den Newsletter abonnieren:

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